doNatur 02/2016

doNatur 2-2016 Titelseite

doNatur 2-2016 Titelseite

Die neue doNatur des NABU Dortmund ist nun online und kann hier heruntergeladen werden. doNatur 2/2016. Es gibt Berichte über das Flota-Becken in Deusen, neue Mauersegler-Projekte und das Mulchen im Naturgarten.

Groppenbruch – Résumé 2016

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Mäusebussard

In 2016 konnte ich 83 Vogelarten im Groppenbruch beobachten. Mindestens 59 Arten haben dort gebrütet. Leider war die Nachtigall 2016 nicht einmal zu hören. Erfreulicherweise haben wieder zwei Kiebitzpaare versucht, dort zu brüten. Ob erfolgreich oder nicht konnte nicht erfasst werden.

Die Schmetterlinge machten sich rar. Aber auf der Halde Groppenbruch tummelten sich zahlreiche Schwebfliegen an den Blüten des Berufskrautes und der Kanadischen Goldrute.

Auf der Halde Achenbach dreht sich nun das neu errichtete Windrad. Mal schauen, wie sich das zukünftig an Zugtagen auswirkt.

Ornithologischer Jahresbericht 2015

Der Ornithologische Jahresbericht 2015 für Dortmund ist nun veröffentlicht. Es gibt Positives zu berichten: Die kleine Kiebitzkolonie am HRB Mengede/Ickern hat mit mindestens 7 Brutpaaren wieder erfolgreich gebrütet. Der Spar- und Bauverein und die Gemeinützige Wohnungsgenossenschaft haben sich für die Mauersegler engagiert. Dank der milden Winter und der Emscher-Renaturierung werden immer mehr Eisvögel beobachtet. Die Teichrohrsänger brüteten erfreulich häufig mit mindesten 25 Brutpaaren.
Der Bericht kann hier oder beim NABU Dortmund heruntergeladen werden.

Bitte Waldkäuze melden

Steinkauz

Steinkauz

Die Eulen-AG des Nabu Dortmund bittet um Mithilfe. Hier der Aufruf von dem Leiter der Eulen-AG, Guido Bennen:
„Liebe NABUs, liebe Naturfreunde, vor allem Eulenfreunde! Da der Waldkauz, wie Ihr sicher bereits alle erfahren habt, Vogel des Jahres ist bittet die BAB und Eulen AG um Mithilfe bei der Erfassung des Bestandes.
Bereits jetzt im Winter sowie in de Frühjahrsmonaten bitte alle gehörten rufenden Käuze mit der Orstangabe melden. Bitte die Eingabe bei ornitho.de vornehmen und die Beobachtung bzw. Bemerkung zur Ortsangabe schützen.
Erich Kretzschmar als Regionalkoordinator bei ornitho.de kann die Daten dann zusammen mit der Eulen AG auswerten. Die Rufaktivität liegt bei etwa 30 Minuten und das etwa 30 Minuten nach Sonnenuntergang. Die Eulen und BAB AG danken Euch schon im Vorraus für Euer Engagement unser Wissen über den Bestand des Walkauzes zu verbessern.
Guido Bennen“

Dortmunder Umweltpreis 2016


Heute haben wir erfahren, dass unser Film „Dem Kiebitz eine Zukunft geben“ den diesjährigen Umweltpreis der Stadt Dortmund gewonnen hat. Wir freuen uns nun erst mal ein Loch in den Bauch 😉 Hoffentlich wird es auch den Kiebitzen nützen.

Nachruf auf eine Nilgans

nilgans-nc2-nu7Genau genommen auf drei: NC2, NU7 und NU8. Sie alle wurden 2007 bzw. 2008 im Rombergpark beringt. Seitdem lebten sie dort, ließen sich füttern und zogen ihre Küken groß. Und wenn es ihnen langweilig wurde, dann unternahmen sie einen Abstecher in den Westfalenpark. 2015 sind sie zum letzten Mal beobachtet worden. Wahrscheinlich sind sie der jährlich in den Parks stattfindenden Gänsejagd zum Opfer gefallen. War das wirklich nötig?
Diese Gänse hatten den Status von Hausgänsen. Sie waren fast handzahm. Außerdem waren sie durch ihre Beringung Teilnehmer einer wissenschaftlichen Untersuchung. Sie waren ein fester Bestandteil des Rombergparks. Wenn man sie sah, war es. als würde man alte Bekannte treffen. Wozu dieses sinnfreie Töten?

Lauter Limis

Zur Zeit ziehen einige Watvögel (Limikolen) durch Dortmund. Sie tanken hier noch mal auf für die lange Reise in den Süden. Der Kiebitzregenpfeifer brütet in der arktischen Tundra und kann bis nach Südafrika ziehen, um dort zu überwintern. Im 19. Jahrhundert galt die Bekassine noch als Allerweltsvogel. Heute steht sie in Deutschland auf der Roten Liste und ist vom Aussterben bedroht. Der Sichelstrandläufer gehört genau wie die Bekassinen zu den Schnepfenvögeln und verdankt seinen Namen den langen gebogenen Schnabel. Kampfläufer-Männchen tragen während der Brutzeit Schmuckfedern, die sie stark aufplustern können. Das sieht ziemlich abgefahren aus. Eine gewisse Ähnlichkeit mit Ludwig XIV. lässt sich nicht leugnen. Leider haben sich so noch nicht in Dortmund gezeigt. Beim Sandregenpfeifer geht man davon aus, dass er durch die Klimaerwärmung bis zum Ende dieses Jahrhunderts zwei Drittel seines Lebensraumes in Europa verlieren wird. Auch für den Grünschenkel liegen ähnliche Prognosen vor. Aber noch können wir ihren Anblick genießen und ihnen Lebensraum zum Rasten bieten.

Gestern im Groppenbruch

Gestern im Groppenbruch zeigten sich zwei Vogelarten, die deutliche Nutznießer der Bach-Renaturierungen sind, der Eisvogel und die Gebirgsstelze. Für die Dortmunder Eisvögel haben sich die letzten milden Winter auch sehr positiv ausgewirkt. Die Greifvögel ziehen, so auch ein Wespenbussard. Der örtliche Mäusebussard leistete mir ein wenig Gesellschaft. Ein recht lädierter Feldsandlaufkäfer erwies sich noch als erstaunlich agil.

Huschende Hühnchen im HRB

Eigentlich ist die Wasserralle gar kein Huhn, erinnert aber entfernt daran. An mehreren Stellen kann man sie zur Zeit im HRB beobachten. Der Limikolenzug ist im vollen Gange, was uns Grünschenkel, Bruchwasserläufer und sogar Kampfläufer beschwert. Der Eisvogel ist nun auch wieder häufiger dort. Die Heidelibellen versuchen in Obeliskhaltung die Hitze zu ertragen.

Neulich im HRB Mengede

Im HRB Mengede rasten immer noch ein paar Kiebitze. Für die Teichhühner, Blässhühner und Zwergtaucher ist das Brutgeschäft noch lange nicht abgeschlossen. Ein sehr seltener Gast war eine Schwarzkopfmöwe unter etwa 700 Lachmöwen. Die Emscherkunst ist um ein Kunstwerk reicher. Die Dünen-Sandlaufkäfer flitzten durch die Gegend. Die Heuschrecken hielten Versammlungen ab, darunter auch eine mit dem charmanten Namen „Roesels Beißschrecke“. Andere Heuschrecken hingen zwar nicht tot überm Zaun, aber doch tot an der Dolde und stießen bei den Fliegen auf reges Interesse.