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Informationen, Bilder und Videos zum Naturschutzgebiet Groppenbruch
Gestern konnte ich mal wieder Südliche Blaupfeile im Groppenbruch beobachten. Die letzte Beobachtung dieser Art liegt bereits 3 Jahre zurück. Außerdem konnte ich der Libellenliste eine neue Art hinzufügen, das Saphirauge, auch Pokaljungfer genannt. Sie ist eine ursprünglich mediterrane Art, die sich langsam nach Norden ausbreitet. Was mich verwundert ist, dass man ihr nachsagt, sie bevorzuge klare, vegetationsarme Gewässer. Bei allem Respekt vor der Vielfalt, die der Tümpel im Groppenbruch beheimatet, aber gerade jetzt ist das Wasser dort alles andere als klar. Brackig würde es besser treffen. Dann entdeckte ich noch eine Fliege so groß wie ein Maikäfer und ein Nest voller Hornissen, auch sie beindruckende Brummerchen. Zwei Feldlerchen brachten der Abendsonne ein Ständchen.
2014 konnte ich 89 Vogelarten im Groppenbruch beobachten. Mindestens 61 davon haben auch dort gebrütet, darunter Feldlerche, Gelbspötter, Kiebitz, Kuckuck, Kleinspecht, Mittelspecht, Nachtigall, Steinkauz und Wasserralle.
Besonders interessant waren für mich die Erstsichtung von Winterlibellen und der Blauflügeligen Sandschrecke.
Gestern fand ein unglaublicher Kranichzug über Dortmund und Umgebung statt. In langen Ketten flogen stundenlang Kraniche über die Halden am Groppenbruch, über Waltrop und Deusen. Zeitweise war es nicht möglich, sie zu zählen, weil so viele Züge gleichzeitig kamen. In Münster sind knapp 50.000 Vögel gezählt worden. Die flogen anschließend über uns hinweg. Sie übertönten mit ihren Rufen sogar den Verkehr auf der nahe gelegenen Autobahn. Ein wunderschöner Anblick.