Was läuft richtig? 75 Jahre Grundgesetz

Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verabschiedet. Besonders hervorzuheben ist Artikel 1:

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

 

Dortmunder Wirtschaftsförderung – Die Versiegelungs-Fetischisten

Brechten braucht kein Industriegebiet

In ihrem fröhlichen Bemühen, die eigenen Arbeitsplätze zu sichern, versiegelt die Dortmunder Wirtschaftsförderung Fläche um Fläche. Maßnahmen zum Umgang mit dem Klimawandel? Landwirtschaft? Naturschutz? Wasser-Management? Geschenkt, brauchen wir nicht. Nun soll in der Brechtener Niederung ein Landschaftschutzgebiet für ein Gewerbegebiet zerstört werden. Es besteht die Möglichkeit, dagegen in einer Petition zu protestieren.
https://www.nordstadtblogger.de/neue-gewerbeflaechen-kritische-stimmen-fuer-plaene-von-stadt-und-wirtschaftsfoerderung/
Wenn die Wirtschaftsförderung sich mal darum kümmern würde, die vielen unzureichend genutzten Freiflächen innerhalb bestehender Gewerbegebiete zu besiedeln, würde sie eine Leistung vollbringen, die den Anforderungen der Zukunft besser gerecht wird als die kontinuierliche Zerstörung von Freiflächen.

Was läuft richtig? 27 % von uns

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) wird für sechs Wochen mit einem Logo auftreten, das den Anteil der Erwerbstätigen mit Migrations-Hintergrund in Deutschland anzeigt. Das Logo wurde um 27 % verkürzt. Auf dieser Fläche steht nun „27 % von uns“. Damit wollen sie ein Zeichen setzen für Toleranz und Miteinander und gegen rechte Hetze.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/dihk-logo-gegen-rassismus-100.html

Was läuft richtig? Saatgut ausleihen

In der Dortmunder Stadt- und Landesbibliothek kann man sich seit gestern Saatgut „ausleihen“. Und zwar kein beliebiges Saatgut, das man im Gartencenter erhält, sondern seltene und zum Teil sehr alte Gemüsesorten. Die Marktmacht der Agrarkonzerne bewirkt eine immer größere Verarmung der Sorten. Dazu verkaufen sie Hybrid-Sorten, die keine neuen Samen bilden und so die Kunden zwingen, jedes Jahr erneut Samen zu kaufen. Dagegen können wir angärtnern.
Wer die alten Sorten aussät, trägt zu ihrem Erhalt und zur genetischen Vielfalt bei. Vielleicht schmeckt’s auch einfach mal besser oder anders. Diese Sorten sind samenfest und ein Teil der geernteten Samen sollte dann wieder in die Bibliothek gebracht werden zwecks weiterer Verbreitung.