Der Schoß ist fruchtbar noch…

„Ihr aber lernet, wie man sieht, statt stiert

Und handelt, statt zu reden noch und noch.

So was hätt‘ einmal fast die Welt regiert!

Die Völker wurden seiner Herr, jedoch

Dass keiner uns zu früh da triumphiert –

Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

(Bertholt Brecht)

Heute aktueller denn je!

Gestern im Groppenbruch

Die Zugzeit hat begonnen. So haben wir noch einmal die Gelegenheit, den Anblick von Gartenrotschwänzen genießen zu können. Seit ein paar Jahren sind sie aus Dortmund als Brutvögel fast verschwunden und nur noch als rastende Gäste anwesend. Die Familie der Fliegenschnäpper scheint gerne gemeinsam zu ziehen. Es waren sowohl Trauerschnäpper als auch Grauschnäpper zu sehen. Die Wespenbussarde fliegen nun wieder in Richtung Afrika. Sogar zwei verspätete Mauersegler kreisten über dem Groppenbruch. Ein paar Nachzügler gibt es immer.

Party auf der Dolde

Was machen Vogelbeobachter, wenn ihnen im August die Objekte ihrer Begierde abhanden kommen? Sie starren auf Dolden. Und da tobt im Moment das pralle Leben. Deshalb meine Bitte an alle Gärtner: Lasst die Dolden stehen. Sie sind wichtige kleine Lebensräume, auf denen es viel zu entdecken gibt.

Trichterspinnen – Künstler mit Netz und doppeltem Boden

Vor einem solchen Netz kann man nur staunend stehenbleiben. Da können alle anderen Spinnen einpacken. Eine derartige Kunstfertigkeit verdient eine ordentliche Portion Bewunderung.

Kräuter an die Bäume

Für alle, die nicht einmal eine Fensterbank haben, um ihre Kräutertöpfe dort abzustellen, kommt hier die ultimative Idee. Hängt sie an die Bäume. Und dann das Gießen nicht vergessen.

Ein Kobold auf weißen Pfoten

Normalerweise haben Eichhörnchen braune Pfoten. Inmitten einer Truppe von „Normalos“ sprang dieses Exemplar mit vier weißen Pfoten herum. Eine ausgesprochen gelungene Mutation, wie ich finde.

Tabula Rasa im HRB Mengede/Ickern

Im HRB Mengede ist auf einen Schlag fast die komplette Fläche gemäht worden. Wenn man in Etappen und im Abstand von mehreren Wochen gemäht hätte, wäre das in Ordnung gewesen. Aber so ist das ein aktiver Beitrag, die schon arg gebeutelte Insektenwelt noch weiter zu dezimieren. Ein einsamer Kohlweißling flog noch herum. Der letzte seiner Art. Beim NABU NRW läuft noch bis zum 17.7. die Aktion „Zeit der Schmetterlinge – NABU NRW„. Jeder ist aufgerufen, die Schmetterlinge, die man sieht, dem NABU zu melden. Hier kann man sich nun das Zählen sparen.

Gestern im HRB Mengede

Für die Kiebitze ist die Brutsaison weitgehend gelaufen. Die meisten sind auch schon abgezogen. Nur ein Paar hat noch Nachwuchs. Jetzt kommt für mich die Zeit der Blüten und Insekten. Ein Sechskopf-Widderchen besuchte eine Distel. Dem Pinselkäfer hat der Regen die Frisur vermasselt. Eine beeindruckend große Pferdebremse ruhte auf dem Brückengeländer. Eine kleine Erdkröte versuchte, über die Straße zu kommen. Die toten Amphibien, die man dort manchmal sieht, zeigen, dass dies selbst an dieser wenig befahrenen Straße nicht ganz risikolos ist.

Feuerlibellen am Phoenixsee

Feuerlibellen machen ihrem Namen alle Ehre. Zumindest die ausgewachsenen männlichen Tiere. Die frisch geschlüpften Männchen sehen so goldglänzend auch sehr beiendruckend aus. Ursprünglich stammen Feuerlibellen aus Afrika und dem Mittelmeerraum. Seit etwa 25 Jahren breiten sie sich immer mehr nach Norden aus und bereichern in diesem Fall die Libellenvielfalt am Phoenixsee.

Heute im HRB

Sommersonnenwende. Die Brutzeit ist noch im Gange, die Hochphase ist sicherlich vorbei. Bei den Meisen und Bachstelzen sieht man jetzt flügge Jungvögel, die immer noch die Eltern anbetteln. Die Kiebitze haben in diesem Jahr einige Küken großgezogen. Die sind nun flügge und werden bald aus den Becken verschwinden. Es gibt aber auch noch nicht-flügge Küken und ein Kiebitz brütet sogar noch. Der muss sich sputen. Auch die Saatkrähen haben ihre Jungen groß. Der Hasen-Nachwuchs versucht sich an den ersten großen Sprüngen. Auf den Hängen blühen nun viele Blumen. Vor allem der Hornklee und die Malven sind nicht zu übersehen. Und wieder gibt es nur wenige Schmetterlinge.