Jahresbericht für Dortmund 2018

Der ornithologische Jahresbericht für Dortmund 2018 ist nun fertiggestellt und kann hier heruntergeladen werden (Jahresbericht als PDF).

2018 wurde ein rastender Löffler im HRB Mengede als Erstsichtung für Dortmund gemeldet. Noch spektakulärer war der längere Aufenthalt eines Iberienzilpzalps auf dem Friedhof Syburg. Sein anhaltender Gesang lockte  Vogelfreunde aus ganz Deutschland auf diesen Friedhof.  Beim Kolkraben gelang der erste Brutnachweis für Dortmund. Bei vielen Arten, die vor 20 Jahren in Dortmund noch weit verbreitet waren, gehen die Bestände immer mehr zurück. Das gilt vor allem für die Feldvögel, wo es kaum noch Bestände gibt, die zurückgehen könnten.

Tipps aus dem NABU-Naturgarten – 02/19

Falls sie schon immer den Insekten helfen wollten aber nicht genau wussten, wie das geht, könnten Ihnen die Tipps im Newsletter aus dem NABU-Naturgarten weiterhelfen.

Die Ausgabe zum Frühjahr gibt Infos zu Saatgut und Saatgur-Tauschbörsen, Rückschnitt von Stauden und Kräutern, Insektenhotels und beschreibt, welche Pflanzen welchen Insekten helfen.

Ich habe den Newsletter sehr gerne gelesen und finde, dass die Informationen sehr gut aufbereitet sind.

Groppenbruch – Résumé 2018

Halde-Groppenbruch-2018

Halde Groppenbruch 2018

2018 konnte ich nur noch 75 Vogelarten im Groppenbruch beobachten. 2015 waren es noch 87 Arten gewesen. Dieser Trend entspricht dem rapiden Rückgang der Arten, der sich in Dortmund seit 2000 stark beschleunigt hat.
Auf der Halde Groppenbruch wurden 2018 zahlreiche breite Wege angelegt und dies obwohl vielen Institutionen und Behörden die Artenvielfalt und die Seltenheiten hinsichtlich Vögeln, Pflanzen und Insekten auf dieser Fläche bekannt war. Somit ist mit einem weiteren Artenrückgang zu rechnen. Wer braucht auch schon Feldlerchen, Schmetterlinge oder Schwebfliegen?

Barbarazweige

Geh in den Garten am Barbaratag.
Gehe zum kahlen Kirschbaum und sag:

Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit.
Der Winter beginnt, der Frühling ist weit.
Doch in drei Wochen, da wird es geschehn:
Wir feiern ein Fest, wie der Frühling so schön.
Baum, ein Zweig gib du mir von dir.
Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir:

Und er wird blühen in seliger Pracht
mitten im Winter in der heiligen Nacht.
(Josef Guggenmoos)

Eine Party mit 50.000 Menschen – Und Hambi bleibt!

„Sie denken wahrscheinlich, sie haben gewonnen. Aber sie können nicht gewinnen, weil sie diesen Wald genauso brauchen. Und diese Erde.“


Wenn man diese Rede hört, dann wundert man sich nicht, dass die Polizei mit einem Großaufgebot aufmarschiert, um diese standhaften Demonstranten aus den Bäumen des Hambacher Forstes zu holen. Diese Frau hat Mut und eine großartige Haltung und sie kämpft sie für eine gute und richtige Sache und gegen Verbrecher, die unserer Gesellschaft großen Schaden zufügen und gegen Politiker, die Aktionen wie die Räumung wohl als Eignungstest ansehen für zukünftige gutdotierte Aufsichtsratspöstchen..

Auf in den Wald

Baumstämme

Die Bilder von der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst sind nur schwer zu ertragen. Die Polizei muss mal wieder die Drecksarbeit machen für die Interessen dumpfbackiger Konzernmanager und willfähriger Politiker, die uns weiterhin eine veraltete und schädliche Technologie aufzwingen wollen. Die Menschen, die sich dort für den Erhalt des Waldes einsetzen, haben meinen Respekt und meine Bewunderung. 700.000 (!) Menschen haben die Appelle für den Erhalt des Waldes unterschrieben. Sie werden ignoriert.

Für den 6.10. ruft der  BUND zu einer Demonstration auf für die Rettung des Hambacher Forstes.
https://www.bund.net/mitmachen/demo-wald-retten-kohle-stoppen/

HINWEIS: Die Demo wurde vom 14.10. auf den 6.10. vorverlegt.

Kurt Tucholsky schrieb 1930 in dem Zeitungsartikel „Alte Bäume“:
Nun ist ein alter Baum ein Stückchen Leben. Er beruhigt. Er erinnert. Er setzt das sinnlos heraufgeschraubte Tempo herab, mit dem man unter großem Geklapper am Ort bleibt. Und diese alten Bäume sollten dahingehen, sie, die nicht von heute auf morgen nachwachsen? Die man nicht ›nachliefern‹ kann? Die nicht in Serien, frei ab Wald, wieder aufgebaut werden können? Nur, damit Beamte etwas zu regieren haben? Nein, das muß nicht sein. Sie sollen stehen bleiben, uns Schatten spenden und leben – gegen die Tollheit betriebsseliger Kleinbürger im Geist und im Amt.

Schadstoffwolke im Groppenbruch

Schadstoffwolke im Groppenbruch

Schadstoffwolke im Groppenbruch

Am 30.6.2018 stieg eine Schadstoffwolke aus dem Gewerbegebiet Achenbach auf und verbreitete einen penetranten Geruch. Dieser Gestank war mir bereits am 18. März und am 25. Februar aufgefallen. Kann es sein, dass eine der Firmen im Gewerbegebiet am Wochenende systematisch ihre Filteranlagen „schont“?

 

Ein schillerndes Schmuddelkind


Man muss schon Glück haben, um einen Schillerfalter zu sehen. Normalerweise halten sie sich in Baumkronen auf und kommen nur auf den Boden, wenn sie ein Leckerchen lockt. Ihre Vorlieben sind allerdings so speziell (ok, aus Menschensicht), dass man lieber nicht wissen möchte, worin dieser hier grad herumstochert. Aas, Kot, Schweiß, Teer und Benzin finden sie unwiderstehlich.