„Sie denken wahrscheinlich, sie haben gewonnen. Aber sie können nicht gewinnen, weil sie diesen Wald genauso brauchen. Und diese Erde.“


Wenn man diese Rede hört, dann wundert man sich nicht, dass die Polizei mit einem Großaufgebot aufmarschiert, um diese standhaften Demonstranten aus den Bäumen des Hambacher Forstes zu holen. Diese Frau hat den Mut und die Haltung von Sophie Scholl und genau wie sie kämpft sie für eine gute und richtige Sache und gegen Verbrecher, die unserer Gesellschaft großen Schaden zufügen und gegen Politiker, die Aktionen wie die Räumung wohl als Eignungstest ansehen für zukünftige gutdotierte Aufsichtsratspöstchen..

Auf in den Wald

Baumstämme

Die Bilder von der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst sind nur schwer zu ertragen. Die Polizei muss mal wieder die Drecksarbeit machen für die Interessen dumpfbackiger Konzernmanager und willfähriger Politiker, die uns weiterhin eine veraltete und schädliche Technologie aufzwingen wollen. Die Menschen, die sich dort für den Erhalt des Waldes einsetzen, haben meinen Respekt und meine Bewunderung. 700.000 (!) Menschen haben die Appelle für den Erhalt des Waldes unterschrieben. Sie werden ignoriert.

Für den 6.10. ruft der  BUND zu einer Demonstration auf für die Rettung des Hambacher Forstes.
https://www.bund.net/mitmachen/demo-wald-retten-kohle-stoppen/

HINWEIS: Die Demo wurde vom 14.10. auf den 6.10. vorverlegt.

Kurt Tucholsky schrieb 1930 in dem Zeitungsartikel „Alte Bäume“:
Nun ist ein alter Baum ein Stückchen Leben. Er beruhigt. Er erinnert. Er setzt das sinnlos heraufgeschraubte Tempo herab, mit dem man unter großem Geklapper am Ort bleibt. Und diese alten Bäume sollten dahingehen, sie, die nicht von heute auf morgen nachwachsen? Die man nicht ›nachliefern‹ kann? Die nicht in Serien, frei ab Wald, wieder aufgebaut werden können? Nur, damit Beamte etwas zu regieren haben? Nein, das muß nicht sein. Sie sollen stehen bleiben, uns Schatten spenden und leben – gegen die Tollheit betriebsseliger Kleinbürger im Geist und im Amt.

Schadstoffwolke im Groppenbruch

Schadstoffwolke im Groppenbruch

Schadstoffwolke im Groppenbruch

Am 30.6.2018 stieg eine Schadstoffwolke aus dem Gewerbegebiet Achenbach auf und verbreitete einen penetranten Geruch. Dieser Gestank war mir bereits am 18. März und am 25. Februar aufgefallen. Kann es sein, dass eine der Firmen im Gewerbegebiet am Wochenende systematisch ihre Filteranlagen „schont“?

 

Ein schillerndes Schmuddelkind


Man muss schon Glück haben, um einen Schillerfalter zu sehen. Normalerweise halten sie sich in Baumkronen auf und kommen nur auf den Boden, wenn sie ein Leckerchen lockt. Ihre Vorlieben sind allerdings so speziell (ok, aus Menschensicht), dass man lieber nicht wissen möchte, worin dieser hier grad herumstochert. Aas, Kot, Schweiß, Teer und Benzin finden sie unwiderstehlich.

Entfesselte Politiker = Gefesselte Bürger


Die jetzige NRW-Regierung hatte uns einen Entfesselungspakt versprochen, und wie zu befüchten war, macht sie damit Ernst. Nachdem die bayerinschen Brandbeschleuniger in Vorlage gegangen sind, soll auch in NRW ein neues Polizei-Gesetz in Kraft treten. Wenn man die Inhalte liest, könnte man meinen, die Machtergreifung der afd habe bereits stattgefunden:

Menschen dürfen bis zu einem Monat „vorbeugend“ in Gewahrsam genommen werden.

Jeder Bürger darf ohne Verdachtsmomente durchsucht werden.

Die Video-Überwachung und die Überwachung  von Telefonaten und Internetaktivitäten soll massiv ausgebaut werden.

Unser Grundgesetz ist von den Erfahrungen der Nazi-Zeit geprägt und formuliert Prinzipien eines Rechtsstaates. Auf diese Verfassung können wir stolz sein. Diese Prinzipien werden leichtfertig von Polit-Clowns über den Haufen geworfen, um einen hysterischen und von fragwürdigen Medien aufgehetzten Zeitgeist zu bedienen. Dadurch wird eine Gesellschaft nicht sicherer. Ganz im Gegenteil:

Wer die Freiheit opfert, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

Hier kann man online gegen das geplante Gesetz protestieren:
https://weact.campact.de/petitions/grundrechte-schutzen-neues-polizeiaufgabengesetz-in-nrw-verhindern

Für den 7. Juli 2018 ist eine Demonstration in Düsseldorf geplant:
http://www.attac.de/startseite/detailansicht/news/polizeigesetz-in-nordrhein-westfalen-attac-ruft-zu-widerstand-auf-1/

In diesem Zusammenhang hat es einen komischen Beigeschmack, dass eine der ersten Aktivitäten der CDU-FDP-Regierung die Auflösung einer Behörde war, die sich sehr effektiv mit der Bekämpfung von Umweltkriminalität befasst hat. Diese Stabsstelle hat unter anderem die Machenschaften der Firma Envio in Dortmund untersucht. Hier ist der Schutz der Bürger auf einmal nicht so wichtig.

Heute im HRB Mengede

Die Brutsaison der Kiebitze im HRB Mengede geht dem Ende zu. Trotz bestimmt 13 Brutpaaren, die ihr Glück versucht haben, ist die Anzahl an Küken bedrückend gering. Gerade mal zwei Vögel sind bislang flügge geworden. Ein paar mehr könnten es noch werden. Aber ob sich mit derart geringen Zahlen die Bestände halten lassen, ist fraglich.
Erfreulich war dagegen die Beobachtung eines rastenden Rotschenkels und eines Knäkerpels. Der sah schon etwas verlottert aus. Die Brutsaison ist gelaufen, da muss er für niemanden mehr schön sein.

Gestern im Groppenbruch


Die Brutzeit geht nun zuende. Nun kommt die Zeit der Insekten. Die Libellen legen ihre Eier ab. Die Skorpionsfliegen und Schmetterlinge besuchen die Blüten. Wenn man sie sich genauer ansieht, erkennt man erst, wieviel Schönheit und Skurrilität verloren gehen, wenn die Insekten verschwinden.

Wenn die Käfer Trauer tragen

Auch im HRB Mengede sind im Mai Wiesen und Wirtschaftswege gemäht worden. Glücklicherweise wurden hier jedoch große blühende Flächen stehen gelassen. Das hat diesem schönen Trauer-Rosenkäfer Leben und Lebensraum gerettet. Die wärmeliebende Art kommt bevorzugt in Nordafrika und im Mitelmeerraum vor. Sie mögen blütenreiche Wiesen, Mager- und Trockenrasen. In Deutschland gilt der Trauer-Rosenkäfer als stark gefährdet. Zahlreiche weitere Insektenarten werden in den verbliebenen Blühstreifen überleben. Somit findet auch die Schafstelze Futter für ihren Nachwuchs.
Wie einfach ist es, etwas für den Artenschutz zu tun. Einfach nur mit Sach-Verstand arbeiten.

Tipps für Pfingsten

Kornblumen

Vor allem hab Zeit und nimm Umwege.
Lass dich ablenken. Mach sozusagen Urlaub.
Überhör keinen Baum und kein Wasser.
Kehr ein, wo du Lust hast, und gönn dir die Sonne.

Peter Handke: „Über die Dörfer“

Hola Amigo


Manchmal stolpert man im Leben über die seltsamsten Dinge. In diesem Fall war es ein Iberienzilpzalp. Er war DIE Überraschung beim Birdrace am 5. Mai. Da standen wir dann morgens um 6.00 Uhr auf dem Friedhof Syburg und starrten auf einen Baum, aus dem es seltsam sang. Der Sänger entpuppte sich als seltener Gast von der Iberischen Halbinsel. Einzelne verirrte Vögel werden ab und zu in Deutschland gesichtet.