Windkraft – Repowering

In Sachsen-Anhalt, im Windpark Elster, ist ein Repowering-Projekt geplant, das zeigt, wie eine sinnvolle Nutzung der Windkraft in Zukunft aussehen könnte:
50 alte 600-KW-Anlagen werden durch nur 16 neue 6,6-MW-Anlagen ersetzt.
Die genutzte Fläche verringert sich um ca. 30 %.
Die 16 neuen Windräder sollen 6x soviel Strom produzieren wie die 50 alten.
https://www.vsb.energy/fileadmin/upload_deutschland/bild/Projekthomepages/Windpark_Elster/Flyer/Uebersichtsflyer_Windpark_Elster_Repowering.pdf
Meiner Meinung zeigt dieses Projekt auch, dass man nicht 2 % der Fläche Deutschlands für Windräder ausschreiben sollte. Es ist durch den technischen Fortschritt vielmehr möglich, Flächen zu einzusparen, was in einem derart zersiedelten und zubetonierten Land wie Deutschland ein positiver Schritt wäre.

Windkraft im Ruhrgebiet

Letztes Jahr stand ich auf der Halde bei Deusen und konnte nur in Richtung Westen blickend 25 Windräder zählen, mit dem Fernglas sogar knapp 60. In unserem ohnehin schon völlig verbauten Ruhrgebiet. Hier läuft offensichtlich etwas schief. Ich befürworte die Nutzung der Windenergie, sehe aber auch immer mehr die Auswüchse eines gedankenlosen Ausbaus.

Seit 2013 sind in Deutschland jedes Jahr etwa 5000 Megawatt [MW] Windenergie neu installiert worden. Das ist eine immense Steigerung gegenüber den Vorjahren. Und was macht die Wind-Branche? Sie jammert, sie würde abgewürgt. Das ist eine dreiste Lüge in Anbetracht der tatsächlichen Datenlage.

2017 war ein Allzeit-Rekordjahr beim Ausbau der Windkraft in Deutschland. Allein an Land wurden Windräder mit einer Leistung von 5.334 MW neu errichtet.
(Quelle: https://www.wind-energie.de/sites/default/files/attachments/page/statistiken/factsheet-status-windenergieausbau-land-2017-online.pdf)

Beispiele aus anderen Ländern zeigen, dass durch ein kontinuierliches Repowering die installierte Leistung und der reale Ertrag problemlos gesteigert werden können, ohne immer mehr Flächen zu verbrauchen. Weiter