Die fünfte Jahreszeit

Sie ist wieder da, die fünfte Jahreszeit, die Kurt Tucholsky so wunderschön beschrieben hat.

Die schönste Zeit im Jahr, im Leben, im Jahr? Lassen Sie mich nachfühlen.
Die fünfte.
»Es gibt keine fünfte.«
Es gibt eine fünfte. – Hör zu:
Wenn der Sommer vorbei ist und die Ernte in die Scheuern gebracht ist, wenn sich die Natur niederlegt, wie ein ganz altes Pferd, das sich im Stall hinlegt, so müde ist es – wenn der späte Nachsommer im Verklingen ist und der frühe Herbst noch nicht angefangen hat –: dann ist die fünfte Jahreszeit.
Nun ruht es. Die Natur hält den Atem an; an andern Tagen atmet sie unmerklich aus leise wogender Brust. Nun ist alles vorüber: geboren ist, gereift ist, gewachsen ist, gelaicht ist, geerntet ist – nun ist es vorüber. Nun sind da noch die Blätter und die Gräser und die Sträucher, aber im Augenblick dient das zu gar nichts; wenn überhaupt in der Natur ein Zweck verborgen ist: im Augenblick steht das Räderwerk still. Es ruht.
Weiter

Cresco qiua absurdum

Das mag ich so an diesen „Unkräutern“. Denen ist es völlig schnuppe, dass wir alles tun, um sie auszurotten. Völlig dickfällig wachsen sie genau da, wo sie wollen. Und verschönern auf diese Weise das eine oder andere verunstaltete Fleckchen im Ruhrgebiet. Mögen sie mit dieser Strategie gewinnen.

Ornithologischer Jahresbericht Dortmund 2014

Ornithologischer Jahresbericht Dortmund 2014Der Jahresbericht 2014 für Dortmund ist nun online und kann beim Nabu Dortmund heruntergeladen werden. Erfreulicherweise gibt es Positives zu berichten: Im HRB Mengede haben mindestens 5 Kiebitzpaare gebrütet. Für den Gartenrotschwanz und den Trauerschnäpper konnten wieder Bruten nachgewiesen werden. Auf Phönix-West haben mindestens 8 Paare Flussregenpfeifer gebrütet. Und im Kreuzviertel wurden nach einer Altbausanierung im letzten Jahr von 6 dabei installierten Nisthilfen bereits 3 erfolgreich besetzt.

Gestern im Groppenbruch

Gestern konnte ich mal wieder Südliche Blaupfeile im Groppenbruch beobachten. Die letzte Beobachtung dieser Art liegt bereits 3 Jahre zurück. Außerdem konnte ich der Libellenliste eine neue Art hinzufügen, das Saphirauge, auch Pokaljungfer genannt. Sie ist eine ursprünglich mediterrane Art, die sich langsam nach Norden ausbreitet. Was mich verwundert ist, dass man ihr nachsagt, sie bevorzuge klare, vegetationsarme Gewässer. Bei allem Respekt vor der Vielfalt, die der Tümpel im Groppenbruch beheimatet, aber gerade jetzt ist das Wasser dort alles andere als klar. Brackig würde es besser treffen. Dann entdeckte ich noch eine Fliege so groß wie ein Maikäfer und ein Nest voller Hornissen, auch sie beindruckende Brummerchen. Zwei Feldlerchen brachten der Abendsonne ein Ständchen.

Libellen am Phönixsee


Heute schien endlich mal wieder die Sonne und auch die Libellen schienen dies zu genießen. Sie ließen sich reichlich blicken. Zu sehen waren: Große und Kleine Königslibelle, Große Pechlibelle, Großer Blaupfeil, Gebänderte Prachtibelle, Becherlibelle.

Echte Liebe …

… gibt es nicht nur bei Borussia. Auch wer so ein seltsam frühvergreistes, kahlköpfiges kleines Wesen wochenlang umhegt und mit Futter versorgt, muss es doch irgendwie gernhaben.

Kiebitz-Saison 2015 im HRB Mengede

Nun ist das Brutgeschäft der Kiebitze abgeschlossen. Im April wurde gebrütet, Ende April konnten wir die ersten Küken beobachten. Im Mai war es oft sehr kalt, die Küken mußten oft gehudert werden. Nicht alle haben es geschafft. Es gab 7 sichere Bruten. 3 Bruten wurden abgebrochen oder zerstört. 1 Paar hat alle Jungen wieder verloren. Bei 3 Bruten sind insgesamt 7 Küken flügge geworden. Ein kleiner Erfolg.

Kornblumen (Centaurea Cyanus)

Vor 40 Jahren war dies noch ein gewohnter Anblick. Kornfelder mit Kornblumen, Klatschmohn und Kamille. Dann kamen die Segnungen der Agrar-Industrie und sie wurden fast komplett von den Feldern verdrängt. Es ist schön zu sehen, dass es auch noch Kornfelder wie diese gibt, wo man ihnen wieder ein Plätzchen am Rande zugesteht. Die Bienen freut es. Sie umschwirrten zahlreich die Blüten.