Biogas und Maisanbau

Es gibt die Idee, russisches Erdgas teilweise durch den Ausbau der Biogasanlagen zu kompensieren. Sofern dies durch Nutzung von Gülle, Mist, Lebensmittel-Abfällen und Grünschnitt geschieht, ist das eine Überlegung wert. Absurd wäre es jedoch, nun Ackerflächen für den Anbau von Energiepflanzen (vor allem Mais) umzuwidmen. In Anbetracht der geringen Erträge wäre dies ökonomisch unsinnig und ein Missbrauch von Flächen, die für den Anbau von Nahrungsmitteln gebraucht werden.

Ich befürworte nicht den Ausbau der Solarenergie auf Freiflächen – mit Ausnahme der Agrar-Photovoltaik. Dafür stehen genügend Dächer und Fassaden zur Verfügung. Aber ein Vergleich der Effizienz Solarenergie versus Maisanbau zeigt jedoch beeindruckend wie wenig ertragreich die Energiegewinnung aus Mais ist:

Zitat: … sei Strom aus Biogas ineffizient, sagt Energieforscher Michael Sterner von der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Regensburg: „Es ist de facto so, dass Wind- und Sonnenenergie die günstigste Form sind, den Strom zu ernten, mit dem geringsten Flächenverbrauch. Ich mache einen ganz einfachen Vergleich: Mit einem Hektar Solarpark können Sie so viel Strom erzeugen wie mit 40 Hektar Biogas-Mais.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/biogas-statt-erdgas-101.html

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